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Lange hat es gedauert – mehr als 2 Jahre – bevor wir unsere Reise nach Wakatobi antreten konnten. Es wollte einfach nicht so recht klappen unseren Terminplan und die Wakatobi Trips ein Einklang zu bringen. Aber nun ist es endlich so weit.

Wir hatten viel Gutes über das Tauchen rund um Wakatobi gelesen – gesund und gut besiedelt sollen die Riffe sein. Es liegt wieder am Ende der Welt (Süd-Sulawesi) – Ruhe und Abgeschiedenheit sind also im Preis inbegriffen. Damit hat es schon mal einiges das uns gefällt. Dazu noch gemixt mit gutem Marketing auf ihrer Website und der Anspruch herausragenden Services – wir sind gespannt wie man dem allen Rechnung tragen will.

Wakatobi hat seinen Namen von 4 Inseln die sich im Süden von Sulawesi (Indonesien) befinden. WAngi Wangi, KAledupa, TOmia und BInongko. Bei der Anreise hat sich schon bestätigt, es liegt wirklich weit, weit weg von allem. Um 5:00 starteten wir aus unserem Overnight Hotel zum Inlandsflughafen in Denpasar. Dort wurden wir bereits von der Wakatobi Crew erwartet, die uns das ganze Handling inklusive Einchecken des Gepäcks abgenommen hat . So gelangten wir ziemlich zügig zur Lounge und haben dort zumindest ein kleines Frühstück zu uns genommen. Man weiss ja nie wie sich der Flug gestaltet – darum besser nicht zu ausgiebig frühstücken! Alles in allem aber ein ruhiger Flug, vielleicht etwas zu unterkühlt dafür aber  exklusiv für die Wakatobi Gäste, denn sonst geht ja auch wirklich niemand in diese Gegend!

Nach der Landung auf der eigens von und für das Resort gebauten Piste auf der Nachbarinsel noch ein weiterer Transfer mit Minibus und Booten … und endlich kurz vor Mittag hatten wir die Trauminsel erreicht.

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Gewohnt haben wir ganz exklusiv in Villa 2. Die Villas sind aus Strandsicht links neben dem Jetty etwas grösser als die restlichen Bungalows. Neben der Terasse gibt es noch zwei weitere Liegeplätze im eigenen “Garten”. Einer davon beschattet, gut für ein entspanntes Nickerchen zwischendurch und der zweite mit fussfreier Aussicht in den Sonnenuntergang. Eindeutig der beste Platz um den Aperosnack, der ins Bungalow gebracht wird, und ein kühles Getränk nach einem ausgiebigen Tauchtag zu geniessen. Aus dem Garten führt eine eigene Treppe hinunter an den Strand zum Meer. Bei Flut zum Schwimmen aber noch besser zum Schnorcheln geeignet. Dankenswerter Weise hat mir die Wakatobi Crew noch ein weiteres Liegebett direkt an den Strand gestellt, denn das Gefühlt die Füsse von der Liege in den Sand baumeln zu lassen ist auch durch die beste Aussicht nicht zu ersetzen. Wakatobi  Blog Text-1

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Die weiteren Bungalows liegen im Garten des Resorts, die erste Reihe mit guter Sicht auf das Meer, in der zweiten Reihe eher weniger. Hier kann es auch recht heiss werden, da die Brise Wind (zumindest im Oktober) nicht bis dorthin gereicht hat. Der Strand ist wunderschön, weisser Sand und türkisfarbige Lagunge, gut für das Auge und die Seele. Schwimmen bzw. Schnorcheln kann man allerdings nur bei Flut.

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Die Einrichtungen rund ums Tauchen befinden sich beim Jetty – inklusive der Dekobar – und sind sehr gut unterhalten. Etwas gewöhnungsbedürftig, dafür exakt nach PADI war für uns die Prozedur zur Kontrolle der Nitroxmischung. Die Flaschen mussten vorgängig bis 7 Uhr Morgens des Tauchtages kontrolliert werden, damit sie es rechtzeitig aufs Boot geschafft haben. Das heisst messen, in der Liste eintragen, Etikett beschriften, zum Ladeplatz bringen und am nächsten Tag am Schiff hoffen – denn wir konnten die Etiketten ehrlich schlecht lesen – dass man wieder die eigenen Flschen bekommt. Hat alles bestens und ohne Pannen geklappt, auch wenn wir manchmal etwas spät dran waren.

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Einmal im Resort angekommen ist alles auf das Tauchen ein- und abgestimmt. Obwohl auf einer Insel ist der Tauchbetrieb entsprechend einem Schiffstrip organisiert. Jeder ist bereits einer Gruppe bzw. einem Boot zugeteilt und die Tauchgänge für die Dauer des Trips sind vorgegeben. In der Regel sind es 3 Tauchgänge und während eines 7 Tages Trips gibt es 1 Nachttauchgang. Da wir einen privaten Tauchguide gebucht hatten, hatten wir etwas mehr Flexibilität, konnten mal das Boot wechseln und so Tauchgänge wiederholen, die uns speziell gefallen haben.

Der Wakatobi Tauchtag beginnt ziemlich früh, mit Abfahrt gegen 7:40. Die Anfahrt zu den Tauchplätzen ist moderat, zwischen 5 – 30 Min. Deswegen kommt man in der Regel zwischen den Tauchgängen retour zum Jetty. Es bleibt allerdings nicht viel Zeit und in den meisten Fällen haben wir das Boot gar nicht verlassen. Es ist aber immerhin genug Zeit, um irgendetwas zu fixen sollte das notwendig sein.Wakatobi  Umgebung-9

Die Tauchplätze sind in der Mehrzahl wunderschöne Rifftauchgänge. Wirklich alles gesund, dicht bewachsen, dicht belebt – manchmal ist man richtig überfodert von diesem Übermass. Um so mehr haben wir unseren Guide Vanessa genossen und gefordert. Sie hat sich sehr gut auf unsere Wünsche nach kleinen Tierchen und unseren langsamen Tauchstil eingestellt. Gerade das mit den kleinen Tierchen gestaltet sich nämlich wirklich schwierig, wenn die Riffe so dicht sind. Es ist nicht, dass sie nicht da wären, man findet sie einfach um einiges schwerer als beim Muckdiving. Zumindest uns geht es so. Weitere Impressionen vom Resort und der Umgebung dieser Bildergalerie.

Das Highlight für uns waren sicherlich die weissen Pygmäenseepferdchen, denn diese Art hatten wir zuvor noch nie gesehen. Es ist wie seine Artgenossen gut getarnt und sitzt in den grünen Algen. Und nein, die weissen Tierchen sitzen natürlich nicht auf den grünen gesunden Teilen der Pflanze, sondern in den weissen Blatteilen dazwischen. Sonst wäre es aber auch zu einfach!

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Die Nachttauchgänge am “Zoo” haben es uns besonders angetan. Wir sind zwei oder sogar dreimal zu diesem Platz gefahren und jedesmal war es wie Weihnachten. Von einem Tierchen zum anderen, von einem Highlight zum nächsten. Der Fotograf hatte seine liebe Mühe mit den Suchern mitzuhalten und dabei gute Bilder zu schiessen. Nicht einfach zu finden, noch schwieriger zu fotografieren, die kleinen Bobtail Squids – aber beide Disziplinen haben wir gut gemeistert.

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Neben all den kleinen Tieren die zu finden sind waren wir besonders von der Fischvielfalt der Tauchgebiete beeindruckt. Es ist leider nicht unser fotografisches Spezialgebiet, doch es ist schön einfach mal nur durch das Aqauarium zu schweben und zu beobachten, was sich bei Familie Fisch so tut.

Festgehalten haben wir das mit ein paar kurzen Video Snips – nein immer noch nicht annähernd professionel, da wir noch keine “richtige” Video Ausrüstung haben, sondern immer noch mit der Reservekamera Canon S95. Aber immerhin, es ist bewegt sich und man erkennt das Tier!

Bei all den schönen Tauchgängen via Tagesboot aus ist Hausriff, direkt vor den Bungalows liegend, auch mehr als nur einen Tauchgang wert. Im engen Tauchplan ist es nicht ganz einfach eine Lücke für einen Hausriff Tauchgang zu finden, da man auch auf die Gezeiten acht geben muss. Bei Gezeitenwechsel kann es ganz schön zugig und zügig werden! Diese Art zu Tauchen ist auch reizvoll, aber es wäre schade wenn man am ebenfalls sehr dicht bewachsenen und belebten Hausriff nur vorbeischwebt. Viel zu sehen und auch viele kleine Höhlen und belebte Nischen zu erforschen. Die gefrässige Schildkröte im Video haben wir ebenfalls am Hausriff erwischt. Noch mehr Bilder aus Wakatobis Unterwasserwelt wie immer in unseren Bildergalerien.

Insgesamt hat uns das Tauchen im Wakatobi Gebiet sehr gut gefallen und es war einen schöne Abwechslung zu den Muck Dive fokussierten Ferien der letzte Jahre. Das Resort bietet auch neben dem Tauchbetrieb sehr guten Service, das Essen, die Unterbringung, der “Inselgarten”, das Restaurant, die Bar alles bestens in Schuss und alle Mitarbeiter des Hotels sind sehr freundlich und zuvorkommend. Am letzten Tag vor dem Transfer auf das Boot haben wir uns im Spa mit einer Massage verwöhnen lassen – sehr zu empfehlen. Wakatobi wird den hohen Ansprüchen an Service, und teilweise sehr individuellen Service, definitiv gerecht. So sehr gerecht, dass wir angefangen haben, den typischen Charme der manchmal auftretenden indonsischen Unprofessionalität und die üblichen kleinen Pannen zu vermissen, die dann durch ein umso herzlicheres Lachen der Indonsier wieder wettgemacht werden.

Nach wunderschönen Tagen auf der Insel mit reichaltigem Tauchen haben wir am letzten Tag immer schon nach dem Boot, der Pelagian, Ausschau gehalten. Sie ist unser Heim für die nächsten 10 Tage um die entfernteren Gebiete der Wakatobi Area zu erkunden.